
Dummyseminar mit Harry Brünet am 19. und 20.07.08
Samstagmorgen Treffpunkt um 10 Uhr am schönen Ihner Weiher. Der saarländische Wettergott hatte ein Einsehen und knipste uns trotz der düsteren Wettervorhersage pünktlich zur Begrüßung die Sonne an. Wenn das mal kein gutes Omen ist. Nachdem sich Hunde und Führer vorgestellt und beschnuppert hatten, ging es dann stante pede in medias res. Wer bis zu dem Zeitpunkt noch glaubte, dass Hundesport nichts mit körperlicher Ertüchtigung zu tun hat, der hatte noch nie ein Seminar bei Harry absolviert und wurde schnell eines Besseren belehrt. Getreu nach seinem Motto: Dummyarbeit muss Spaß machen (und zwar Hund UND Führer!) wurden die Schuhe enger geschnallt und die Stimmbänder für fröhlich geschmetterte „Voran“, „Apport“ und „Sitz“ geschmiert. Jedes Hund-Führer-Team durfte zuerst einmal einzeln das Zusammenspiel von Spaß, Spiel und Gehorsam demonstrieren. Sitzt der Sitzpfiff auch immer noch, wenn man seinen Hund auf 3.000 Umdrehungen/Minute hochgeschraubt hat? Eine Herausforderung, die jeder bis zum Ende des ersten Tages dank der vielen guten Tipps von Harry (was ihm an dem Wochenende im Übrigen den Zweit-Namen „Jesus“ einbrachte) meistern sollte, ebenso wie das Drehen des Hundes auf ein landseitiges Dummy, während das erstgeworfene Dummy fröhlich im Wasser auf seinen Apport wartete.

Am nächsten Tag wartete der nette Weiheranlagenpächter, der uns an beiden Tagen kulinarisch verwöhnte, bereits mit leckeren Croissants auf uns. Diese Stärkung sollte heute besonders einem von uns zugute kommen. Als eine der ersten Lektionen sollte jeder Hund Dummys aus einem hindernisreichen Suchengebiet apportieren, durch dessen Mitte sich ein Bach schlängelte. Hier konnte Gerhard zur Freude aller Teilnehmer demonstrieren, was ein selbstloser Hundesportler mit Ganzkörpereinsatz bewirken kann. Bis zum Bauchnabel im Wasser stehend überzeugte er seinen Leo, der bis zu dem Zeitpunkt noch nie geschwommen ist, seine Vorbehalte gegen das tiefe Nass aufzugeben. Gerhard, du warst der Held des Tages, das war gelebtes Teamwork! Als weiteres Klassenziel stand heute Einweisen auf dem Programm, das alle Seminarteilnehmer mit viel Körpereinsatz und Stimme bravourös erreichen sollten. Kein Wunder, wir hatten ja schließlich „Jesus“ als Seminarleiter ;-).

Am Ende des Tages nahmen wir viele gute Anregungen für die Arbeit mit unseren vierbeinigen Hauptdarstellern, die an dem Wochenende -wie ihre Frauchen und Herrchen- alles gaben, mit nach Hause. Es war eine lustige Truppe und hat viel Spaß gemacht. Danke an Harry für deine fachkompetenten Anleitungen, danke auch an Larry, das hattest du mal wieder super organisiert. Und nicht zu vergessen: Ein Riesendankeschön an Angelweiherwirt Jürgen, der uns das tolle Gelände mitsamt Bewirtung zur Verfügung gestellt hatte.

Birgit & Lotte


